Hervorgehoben

Unsere Friedhöfe verändern sich

Ein Spaziergang über den Friedhof mit Bürgermeister Thomas Schäfer, Dorothea Nafz, dem Theologen Wolfgang Müller und der Sopranistin Simone Jakob

Sa 08.10., 14.30–16.00 Uhr Friedhof Hemmingen

Urnengräber, Rasengräber, Baumgräber, Bestattungsformen anderer Religionen, individuelle Urnengräber und Urnenwände: in den letzten Jahren verändert sich viel auf Friedhöfen. Vor diesem Hintergrund gibt es einen Spaziergang über den Hemminger Friedhof. Mit Bürgermeister Thomas Schäfer, der Kunstexpertin Dorothea Nafz und dem Theologen und Trauerexperten Wolfgang Müller lernen Sie die Vielfalt heutiger Friedhofskultur am Beispiel des Hemminger Friedhofs kennen. Sie erfahren Hintergründe und Möglichkeiten zeitgemäßer Erinnerungsformen.

Eine Kooperation der Gemeinde Hemmingen mit dem Katholischem Dekanat Ludwigsburg und der keb im Landkreis Ludwigsburg

Keine Anmeldung erforderlich. Teilnahmebetrag nach Selbsteinschätzung

Hervorgehoben

„… wie das Leben weiter geht …“

Zusammen mit der Sopranistin Simone Jakob, Volker Braun am Klavier, sowie dem Trauerbegleiter Wolfgang Müller laden wir am Sonntag, 23. Oktober von 17:00 bis 18:00 Uhr zu einem Konzert mit Texten in die Kilianskirche nach Mundelsheim ein.

An ungewöhnlichem Ort sind außergewöhnliche Musik und Texte zu hören, die auf neue Weise sich dem Thema Trauer nähern.

Dabei geht es nicht nur um Verstorbene; auch der Lebensalltag kennt vielerlei Anlässe, bei denen es um Abschiede geht: von der Kindheit, von einer Arbeitsstelle, von einem Wohn- oder Heimatort, von Hobbys, die ich nicht mehr ausüben kann …

So will diese neue Zusammenstellung von Musik und Texten nicht nur Trauerfeiern auf dem Friedhof inspirieren, sondern auch den Horizont für eine weitere Sicht auf Abschiede ermöglichen.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Plakat Mundelsheim

Dieselbe Veranstaltung wird wiederholt am Sonntag, 30. Oktober von 17:30 bis 18:30 Uhr in der Aussegnungshalle in Möglingen, Münchinger Str. 47.

Buchtipp: Die Haarnadel des Engels

Karl Schönweiler, geboren 1954. Seine schriftstellerische Tätigkeit umfasst Lyrik und Erzählungen, eine Betrachtung zum Sonnengesang des Franz von Assisi, sowie über die Auswirkungen der Reformation am Beispiel seines Jahrhunderte lang gespaltenen Dorfes.
Sein Leben langes Hinterfragen der Grundwerte der Religionen und der Philosophie findet in dem Roman „Die Haarnadel des Engels“ Antworten.
Karl Schönweiler wohnt mit seiner Familie in Ottenbach/Baden Württemberg.

„Der Religionswissenschaftler Johannes Berger steht vor Beginn seiner Dissertation zum Thema: Vergleiche buddhistischer und christlicher Religionen. Am Rande einer Buddha-Ausstellung lernt er die attraktive Antonia kennen, die als Gesellschaftsdame das Haushaltsgeld der Familie aufbessert. Beide fasziniert eine Skulptur, welche die Gottheit Sitasamvara im Meditationssitz engumschlungen mit seiner Partnerin darstellt. Bergers Großonkel, der wegen seines christlichen Engagement Bruder Gregor genannt wird, will mit Hilfe des Frühpensionärs Fridolin die ‚unmoralische Beziehung‘ unterbinden. Am Tag, an dem der Kalender fälschlicherweise den 29. Februar ausweist, kreuzen sich auf dramatische Weise die Lebenswege der Romanfiguren.

In der anderen Ebene, diesem merkwürdigen Raum, den der Guardian Herkules ‚Schwelle zur Ewigkeit‘ nennt, sind Angeli und Cherubina bemüht mit ihrem neuen Dasein als Empfangsengel zu Recht zu kommen. Magischer Anziehungspunkt ist eine Wand mit eingestickten Unendlich-Schleifen, welche Herkules ungehindert passieren kann, sie jedoch nicht. Zusammen mit dem Wächter sollen sie die Ankömmlinge, gemäß einer Liste, der jeweiligen Seite des Raumes zuführen, wo diese, ungeachtet ihrer Religionen entschwinden. Die beiden eben Angekommenen sind jedoch nicht verzeichnet.
Und da ist noch dieses alte Uhrwerk, das durch ein ‚Missgeschick‘ der Engel den 29. Februar einhakte, den es allerdings ‚unten‘ in diesem Monat nicht gibt.

Vor dem Hintergrund des Syrienkrieges im Februar 2018 entfalten sich Dialoge der Romanfiguren über Gottesnamen der Weltreligionen und Jenseitsvorstellungen.“

Karl Schönweiler, »Die Haarnadel des Engels«
Taschenbuch, 428 Seiten
September 2022
ISBN 978-3-96014-921-7
⇒  zum Buch beim Verlag „Edition Winterwork“

Messe ? – das ist doch genau unser Ding!

Als Fortbildungsveranstaltung für Haupt- und Ehrenamtliche aus Hospiz, Palliative Care, Seelsorge, Trauerbegleitung und Bestattungskultur wendet sich die Messe LEBEN UND TOD am 21. un d 22. Oktober 2022 in Freiburg gleichzeitig an Betroffene, Angehörige sowie interessierte Bürger:innen. So gelingt es, die Themen Sterben, Tod und Trauer wieder in die Gesellschaft zu tragen und miteinander in den Austausch zu kommen.

… mehr dazu und Anmeldung

Immer weniger krichliche Bestattungen

Der Anteil kirchlicher Bestattungen ist bundesweit erstmals unter 50 Prozent gesunken. Das ergab eine am Donnerstag in Königswinter veröffentlichte Auswertung der Verbraucherinitiative Bestattungskultur. 2020 wurden demnach in Deutschland 489.664 Bestattungen (49,7 Prozent) katholisch oder evangelisch begleitet. Im Jahr 2000 machte der Anteil kirchlicher Begräbnisse noch 71,5 Prozent aus.

Merh dazu auf: katholisch.de

Der Trauer einen Ort geben

Gedenkstätte für nichtbestattetes menschliches Leben auf dem Michaelsberg

Die Gedenkstätte für nicht bestattetes menschliches Leben auf dem Friedhof des Michaelsbergs wurde von Sieger Köder, Maler und Pfarrer, geschaffen.

Sie möchte Erinnerungsort sein für Kinder, aber auch Erwachsene, die nirgends bestattet worden sind, weil sie vor ihrer Geburt starben oder Opfer von Unfällen oder Naturkatastrophen wurden.

Das Denkmal zeigt ein leeres Grab, an dem ein Elternpaar um sein Schmetterlingskind trauert.

Eltern von Schmetterlingskindern haben oft keinen Ort, an dem sie den Verlust ihres ungeborenen Kindes betrauern und Abschied nehmen können. Sie haben keinen Ort, an dem sie spüren, dass ihr Schmetterlingskind Teil ihres Lebens bleibt.

Mehr auf der Homepage https://trauer.kath-kirche-zabergaeu.de/

Virtueller Erinnerungsraum

Wie können wir in einer Welt, die zunehmend digitaler wird, an Zeremonien des Abschieds und der Erinnerung teilnehmen? Finanzielle, berufliche, gesundheitliche Gründe oder zu große örtliche Distanzen können eine persönliche Teilnahme verhindern. Deshalb bedarf es neuer ortsunabhängiger Formen der gemeinsamen Trauer. Dies wird besonders in Zeiten der weltweiten COVID-19-Pandemie wichtiger denn je.

Mit dem ersten virtuellen 3D Erinnerungsraum verabschieden sich Trauernde in einer speziell entwickelten virtuellen Zeremonie von einer geliebten Person. Wie in einem Museum des Lebens werden Geschichten geteilt und Erinnerungen ausgetauscht. Zusätzlich lässt sich dieser Raum in einen Erinnerungszustand versetzen, sodass Trauernde jederzeit an diesen Ort des Abschieds, der Erinnerung und des Austauschs zurückkehren können.

… mehr dazu unter https://farvel.space/

Du fehlst mir!

Ein Wochenende für junge Erwachsene, die trauern

Raum für die eigene Trauer um einen verstorbenen Menschen finden und gemeinsam mit anderen jungen Erwachsenen, die ebenfalls trauern, im Austausch sein – diese Möglichkeit bietet das Wochenende für trauernde junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren. Es spielt dabei keine Rolle, wie lange der Todesfall zurück liegt.

„Du fehlst mir! Das Wochenende“ findet vom 07. bis 10. Oktober 2022 in der Bildung- und Begegnungsstätte Köllbachhaus in Simmersfeld  statt. Begleitet werden die jungen Erwachsenen von einem erfahrenen Team bestehend aus Johanna Schwarz (Diplom Psychologin), Eva Sorg (Klinikseelsorgerin) und Michael Friedmann (Seelsorger und Trauerbegleiter). Sie versprechen den Teilnehmer/innen, dass es neben gutem Essen auch viele Gut-Tu-Zeiten geben wird, in denen man die Seele baumeln lassen und Kraft tanken kann.

„Du fehlst mir! Das Wochenende“ ist eine Veranstaltung der Kath. Erwachsenenbildung Kreis Ludwigsburg e.V. und der Ökumenischen Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e.V. Großzügig gefördert wird es von der Diözese Rottenburg-Stuttgart / Hauptabteilung IV Pastorale Konzeption.

Weitere Informationen und Anmeldung zum Wochenende bei Johanna Schwarz, Tel. 0160 3408062, und Michael Friedmann, Tel. 0179 9926545,
E-Mail dufehlstmir-lb@hospiz-bw.de

MESSE Leben und Tod – jetzt auch in Freiburg

Erleben

„Wir denken zu viel und tanzen zu wenig!“

Waren Sie schon mal auf einer LEBEN UND TOD in der Messe Bremen? Dann werden Sie sich bestimmt erinnern an Harfenmusik, an Lachen, das durch die Gänge schallt, an Cartoon- oder Fotoausstellungen und den quirligen „Platz der Begegnung“ in der Mitte der Halle. Voller Leben und voller Energie!

Eines der einzigartigen Elemente der LEBEN UND TOD ist immer das Rahmenprogramm. Die vielfältigen Angebote lockern das Vortragsprogamm auf, erhellen die Ausstellung und sind gleichzeitig Impulsgeber.

mehr dazu: MESSE Leben und Tod