Hervorgehoben

Worldwide Candle Lighting Day

Jedes Jahr sterben in Deutschland tausende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und überall bleiben trauernde Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde zurück. Weltweit wollen Familien nicht nur ihrer eigenen Töchter, Söhne, Schwestern, Brüder, Enkel und Enkelinnen gedenken. Deshalb stellen jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember Menschen auf der ganzen Welt, die an ein verstorbenes Kind oder an einen Jugendlichen denken, um 19 Uhr für eine Stunde leuchtende Kerzen in ihre Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt. So entsteht eine Brücke unter den betroffenen und beteiligten Menschen, welche die Länder und Kontinente überspannt. Jedes Licht im Fenster steht für ein Kind, welches verstorben ist  – und für die Erinnerung, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. Daneben bringt das Licht die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben lässt.

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Ökumenischen Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg e.V. möchte als Abschluss seines 15jährigen Jubiläums auch in diesem Jahr auf diesen besonderen Tag hinweisen, der am 11.12.2022 begangen wird.

Birgit Beurer, Diakonin und Koordinatorin im Ambulanten Kinder- & Jugendhospizdienst und Wolfgang Müller, Seelsorger und Beauftragter für den Bereich Trauerpastoral im Katholischen Dekanat Ludwigsburg haben für betroffene und interessierte Menschen Inspirationen und ein Ritual entwickelt, diesen Worldwide Candle Lighting Day – den weltweiten Tag des Kerzenleuchtens zu gestalten.


Ritual-Vorschlag zum Worldwide Candle Lighting Day (11.12.2022) für trauernde Angehörige von verstorbenen Kindern und Jugendlichen

siehe auch unter Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Ludwigsburg

Beispiel für einen Segen
(Eltern und Anwesende können sich dazu an den Händen halten)

Gott, wir bitten dich um deinen Segen:
Gegen die Kälte des Todes
Segne uns mit der Wärme deiner Liebe.
Segne uns mit der Kraft deiner Nähe
Gegen das Dunkel der Hoffnungslosigkeit
segne uns mit dem Licht deiner Verheißung.
Amen.

Photo by Anuja Mary Tilj on Unsplash

„Das Licht steht auch für die Hoffnung, daß die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben läßt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen. Es versichert Betroffene der Solidarität untereinander. Es wärmt ein wenig das kalt gewordene Leben und wird sich ausbreiten, wie es ein erster Sonnenstrahl am Morgen tut.“

mehr dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Worldwide_Candle_Lighting

Bild aus der Kirche St. Maria, Möglingen

Trauer Hoffnung Leben

Angebote für trauernde Menschen im Bereich der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Terminübersicht der Angebote in den Dekanaten

Angebote für Trauernde

  • laden ein, mit Gleichbetroffenen ins Gespräch zu kommen
  • bieten Orientierung durch erfahrene BegleiterInnen
  • geben Raum, über Verlust und Trauer zu sprechen
  • helfen dazu, neue Hoffnung wachsen zu lassen
  • vermitteln Ermutigung in schwerer Zeit
  • helfen auf dem Weg, aus Glauben und Gebet Kraftschöpfen zu lernen
  • sind geeignet für Trauernde, die nach der ersten Zeit
  • der Lähmung schon wieder in der Lage sind, an einen anderen Ort zu fahren und unbekannten Menschen zu begegnen
  • werden von verschiedenen Einrichtungen in unserer Diözese angeboten

Das hilft mir!

Das hilft mir: Eine Kondolenzkarte zu schreiben

Es fällt häufig nicht leicht, eine Kondolenzkarte zu schreiben.
Wie finde ich die richtigen Worte für das, was mir auf dem Herzen liegt?
Was ist für Trauernde passend?

Am Dienstag, 14.02.2023 von 18 bis 20 Uhr überlegen wir miteinander von eigenen Erfahrungen ausgehend, was beim Schreiben von Kondolenzkarten hilft – mir selbst und dem Trauernden – und geben Ideen und Anregungen zur eigenen Gestaltung.

Referent*in: Johanna Schwarz (Dipl. Psychologin) & Michael Friedmann (Seelsorger & Trauerbegleiter)

Ort: Haus Edith Stein, Parkstr. 34, 71640 Ludwigsburg-Hoheneck
Kosten: 10 €

Anmeldung jeweils bis zum Freitag vor dem Termin:
keb Ludwigsburg tel. 07141 – 2 52 07 20  info@keb-ludwigsburg.de

DIGITALES GEDENKEN

Hier sammle ich verschiedene Beiträge zum Thema.

Insgesamt beobachte ich, dass die Digitalisierung von Abschieden völlig neue Möglichkeiten bringt, die aus meiner Sicht aber insgesamt das Loslassen nicht fördern, sondern zusätzlich erschweren.

Weil mann/frau aber gut daran tut, genau(er) hinzusehen, lasst uns diskutieren …

Ewiges Leben als Avatar: Wie Jenseits-Apps Gespräche mit Verstorbenen simulieren

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, fehlen seine Umarmungen, sein Lachen, seine Stimme. Start-ups wollen zumindest einen Teil der Person weiterleben lassen: durch Sprachbots, die, dank Künstlicher Intelligenz, Gespräche mit den Verstorbenen simulieren. Was versprechen sich Menschen vom ewigen Leben als Bot?

Quelle: GEO – zum Hören und Lesen

Sterbekultur im Wandel

Digitale Avatare überdauern den eigenen Tod. Die verstorbene Oma kann der Enkelin per Anruf zum Geburtstag gratulieren. Die Philosophin Jessica Heesen sieht in der digitalen Sterbekultur Vorteile, aber auch ethische Fragen.

Quelle: domradio.de

Digi­tales Leben nach dem Tod

Wenn das reale Leben endet, gilt das nicht zwin­gend für die virtu­elle Exis­tenz. Das kann posi­tive und trös­tende Seiten für die Hinter­blie­benen haben – aber auch drama­ti­sche Folgen. Deshalb ist Vorsorge auch für den „digi­talen Tod“ essen­ziell.

Quelle: trauer.now

lastHello ist ein Online-Service, mit dem zu Lebzeiten festgelegt werden kann, wer nach deinem Tod deine digitalen Daten verwalten soll. Mit deinem digitalen Nachlass verwaltest und steuerst du nicht nur den Versand von Zugangsdaten, sondern kannst einem Hinterbliebenen noch letzte Liebesbotschaften, Geschäftsgeheimnisse oder einfach nur das Lieblingsrezept für den Apfelkuchen deiner Oma hinterlassen. Alles ist möglich. Du legst fest, wer Deine Hinterlassenschaften erhalten soll und kannst auch bestimmen, was genau dann mit Deinen Daten geschehen soll. Dabei garantiert lasthello, dass alle Daten sensibel behandelt und hochverschlüsselt gespeichert werden.

Quelle: Last Hello

Video: Emotionales Wiedersehen mit toter Tochter (7)

Es sind rührende Szenen, die die Zuschauer gleichzeitig fassungslos zurücklassen: Im südkoreanischen Fernsehen trifft Jang Ji-sung ihre verstorbene Tochter Nayeon nach mehreren Jahren wieder – und zwar in der virtuellen Welt. Das Mädchen starb 2016 an einer seltenen Immunkrankheit, wie „Aju Business Daily“ berichtet. Nun soll seine Mutter mithilfe einer VR-Brille ihre Trauer besser bewältigen.

Quelle: rtl.de

Öffentliches Trauern

Immer wieder finde ich es interessant, wie sich Trauer in der Öffentlichkeit zeigt.
Das ist vor allem zu beobachten, wenn Oberhäupter versterben, zuletzt Queen Elizabeth von England oder jetzt aktuell Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI.

Was sich öffentlich abbildet, sind Zugänge, die sonst ja nur im persönlichen, privaten Bereich zu erleben sind – und auch dort ganz oft unter weitestgehendem Ausschluss eben dieser Öffentlichkeit.

Eine Analyse nimmt der Liturgieprofessor Albert Gerhards vor.

… und so berichteten unterschiedliche Medien

z.B. bei
katholisch.de
Deutsche Bischofskonferenz
Tagesschau
Bundesregierung
n-tv
BILD-Zeitung
kath.net
Diözese Rottenburg-Stuttgart
Radio Vatikan

Reerdigung: In Stockelsdorf werden Leichen kompostiert

Bei diesem Bestattungsverfahren wird der Leichnam nackt auf ein Substrat aus aus Stroh, Heu, Blumen und Aktivkohle ohne chemische Zusätze gebettet, das sich in einem Edelstahl-Behälter befindet. Auch wird der Körper darin mit dem Substrat bedeckt. Den Rest erledigt die Natur.

… mehr dazu im Beitrag des NDR

Neue Erkenntnisse zur Wirkung von Friedhöfen

Getragen von der Kunstgießerei Strassacker in Süßen hat die Initiative „Raum für Trauer“ in den letzten Jahren interdisziplinär zur Wirkung des Friedhofes auf trauernde Menschen geforscht. Erstmals in der Friedhofswelt wurde dabei festgestellt: Die eigentlich wichtigste Funktion von Beisetzungsorten liegt in ihrer möglichen psychologischen Wirkung auf die Hinterbliebenen. Die Rolle von Friedhöfen als „Abschiedsraum für Trauernde“ hat ein großes Potential für das psychische Wohlergehen von Bürgerinnen und Bürgern. Sie fand jedoch bislang zu wenig Beachtung, obwohl sie ein wichtiger Beitrag der Kommunen und Kirchen sein könnte, Fürsorge für Menschen in Lebenskrisen zu leisten. 

… mehr dazu im Beitrag von natursteinonline.de

Im Landkreis Ludwigsburg initiiert die Profilstelle Trauerpastoral an verschiedenen Orten neue Zugänge zur Weiterentwicklung der Friedhofskultur.

vgl. Friedhofsbegehung Hemmingen

Wünschewagen erfüllt sterbenden Saarländern letzten Wunsch

Müller ist Leiter des „Wünschewagens Saarland“ vom Arbeiter-Samariter-Bund. Seit 2018 ist der nicht nur auf den Straßen im Saarland, sondern auch weit darüber hinaus unterwegs. Der Wagen soll sterbenskranke Menschen dorthin bringen, wo es sie hinsehnt, wo sie noch einmal Freude verspüren und ihre Ängste vergessen können.

… mehr im Beitrag des Saarländsichen Rundfunks